Keine neuen Atomreaktoren! Auch nicht mit Thorium!

Informations- und Diskussionsveranstaltung

Einführung von Dr. Dirk Harmsen, FFE (Partnerorganisation von ICAN)
Vortrag von Thomas Partmann
Veranstalterin: Karlsruher Bündnis gegen neue Generationen von Atomreaktoren

Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit, aber gefördert mit Finanzmitteln aus dem Bundesforschungsministerium und von EURATOM, wird am KIT und JRC die europäische Grundlagenforschung für neue Atomreaktoren vorangetrieben. Die Forschung und Entwicklung für Atomreaktoren der 4. Generation hebelt den Ausstieg aus der Atomenergie in Deutschland und anderswo aus. Der Bau von Atomwaffen wird wesentlich einfacher und der Weiterverbreitung von Atomwaffen, der Proliferation, wird Tür und Tor geöffnet.

Informationsstand des Karlsruher Bündnis gegen neue Generation von Atomreaktoren

Kommt vorbei und informiert euch.
Am 1. Mai, wird das Karlsruher Bündnis gegen neue Generationen von Atomreaktoren im KA Stadtgarten am Stand der DFG-VK einen Informationsstand haben, zu den Themen Thorium: Flüssigsalzreaktoren, 4. Generation von Atomkraftwerken, Forschungen zur 4. Generation von Atomkraftwerken am JRC und KIT.

Umweltverbände zur Kommunalwahl

Karlsruhe im Klimawandel
Eine Veranstaltung der Karlsruher Umweltverbände zur Kommunalwahl 2019
Impulsreferat von Dr. Hans Schipper (Süddeutsches Klimabüro am KIT)
Auf dem Podium diskutieren folgende Gemeinderatskandidaten: Lukas Bimmerle (DIE LINKE), Dr. Raphael Fechler (SPD), Johannes Honné (Grüne), Tom Hoyem (FDP), Sven Maier (CDU), Thomas Schmidt (FÜR Karlsruhe), Karl-Heinz Spengler (KAL), Jürgen Wenzel (Freie Wähler), Andreas Zimmermann (die PARTEI)
Veranstalterinnen: Buzo, SDW, Naturfreunde, NABU, Hardtwaldfreunde, PRO BAHN, BI Müll und Umwelt, BUND, VCD, adfc, KA Bündnis gegen neue Generationen von Atomreaktoren, Greenpeace
Eintritt frei

Tschernobyl Jahrestag

Beteiligt euch an der Mahnwache der Anti-Atom-Initiative Karlsruhe. Kommt um 11.30 Uhr vor das Haupttor des AKW Philippsburg. Wir haben eine Mahnwache angemeldet.

Pressemitteilung der AAI KA
KA 23.04.2019

„Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde.“
(DER PREDIGER SALOMO)

NICHT ABER DAS ATOMKRAFTWERK PHILIPPSBURG:
Alles hat ein Ende, nur das Atomkraftwerk Philippsburg 2 hat zwei.

KKP 2 hat eine genau festgelegte Strommenge bis zur Beendigung seiner Restlaufzeit zugewiesen bekommen. Dies ist laut EnBW im Frühjahr 2019 der Fall. Aber die EnBW überträgt die Reststrommengen des stillgelegten Atomkraftwerks KKP1 auf KKP2, so dass dieses Störfallatomkraftwerk bis zum Ende des Jahres 2019 die Region weiter radioaktiv verseuchen und gefährden darf. Dies geschieht sowohl durch die Abgabe von radioaktiven Aerosolen über den Kamin als auch durch die Abgabe von radioaktivem Wasser (Tritium) in den Rhein.

Schon dies würde das weitere Betreiben des Atommeilers zum jetzigen Zeitpunkt verbieten. Aber es geht immer noch schlimmer. Ein Atomkraftwerk darf nur laufen, solange es alle Sicherheitskriterien erfüllt. Das gilt aber für KKP 2 nicht. Es hat derzeit immer noch keinen nach den nach Fukushima erarbeiteten Kriterien für einen Katastrophenschutzplan, wie dem BUND auf Nachfrage mitgeteilt wurde.

Dagegen müssen wir, die ANTI-ATOM-INITIATIVE KARLSRUHE, demonstrieren und durch eine Aktion darauf aufmerksam machen:

Ort: Haupteingang des Atomkraftwerks Philippsburg
Zeit: Fr. 26. April 2019, genau um 5 vor 12 Uhr.

Es ist der Tag, an dem Tschernobyl explodierte. Tschernobyl steht neben Fukushima für einen der größten Unfälle in der Geschichte der Atomenergie: Am 26. April 1986 trat in dem ukrainischen Atomkraftwerk der SuperGAU ein. In Block 4 des Kraftwerks kam es zu einer vollständigen Kernschmelze. Durch die daraus folgenden Explosionen wurde radioaktives Material in die Luft gestoßen und erreichte auch uns.
Wir gedenken mit den Umrissen von Menschen auf der Straße vor dem Tor von KKP der Opfer der Nuklearkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima, aber auch den Geschädigten durch Uranabbau und dem sogenannten Normalbetrieb der ´friedlichen´ Nutzung der Atomenergie.
Radioaktivität kennt keine Grenzen.
KKP 2 muss sofort abgeschaltet werden!

Gerichtsprozess wegen Neckar-castorfrei, Umweltaktivistin vor Gericht

In 2017 fanden 5 Castortransporte mit hochradioaktivem Atommüll auf dem Neckar statt. Begleitet wurden diese Transporte durch Aktionen des Zivilen Ungehorsams. Die Gerichtsverfahren finden am Amtsgericht Heilbronn statt. Wir bitten um eure Unterstützung, kommt zu den Gerichtsverhandlungen.

Die CASTOR-Transporte auf dem Neckar sind vorbei – das Atommüllproblem
aber ist weiterhin ungelöst. Diejenigen, die gegen diese sinnlose
Atommüll-Verschieberei von Obrigheim nach Neckarwestheim demonstriert
haben, stehen seit gut einem Jahr vor Gericht.

Am 11.April 2019 um 12:30 Uhr Saal 54 findet vor dem Amtsgericht
Heilbronn der Prozess gegen eine Atomkraftgegnerin statt, die sich im
November 2017 mit gelben Castor-Enten als Symbol des Widerstandes gegen
die Atomtransporte und Anti-Atom-Fässern im Neckar schwimmend an einer
Protestaktion beteiligte.

Ein Verstoß gegen das Versammlungsgesetz (Ordnungswidrigkeit) wird ihr
zur Last gelegt. Die Versammlungsbehörde will die Versammlung im Neckar
wegen angeblicher Gefährdung der Sicherheit und Ordnung durch die
Aktivist*innen aufgelöst haben. Faktisch stellten nicht die
Aktivist*innen einen Gefahr dar, sondern die radioaktive Fracht, die an
die schwimmenden Personen in zum Teil nur 2 Metern Entfernung vorbei fuhr.

„Die Aktion im Neckar war kreativ und bunt. Sie hat öffentliche
Aufmerksamkeit auf die ungelöste Atommüllproblematik gelenkt. Ich stehe
zu meinem Engagement gegen die todbringende Atomindustrie – selbst wenn
ich deswegen vor Gericht stehe. Kriminell ist die Atomindustrie und der
Staat, der die eigenen Gesetze verletzt, um diese Politik
durchzusetzen.“ Damit spielt die Aktivistin unter anderem auf ihre
damalige Festnahme an.

Die Betroffene wünscht sich am Donnerstag Unterstützung und kritische
Prozessbeobachtung.

Weitere Informationen

– Bericht von ROBIN WOOD über die Schwimmaktion von November 2017:
https://www.robinwood.de/pressemitteilungen/demo-im-neckar-gegen-erneuten-castor-transport
– Bericht über den ersten Prozess gegen die Aktivistin:
http://blog.eichhoernchen.fr/post/AG-HN-Wer-seine-Grundrechte-verteidigt-fliegt-raus