komponiert 22.04.2006, vorgetragen bei Tschernobyl Kundgebung am 25.04.26 am KA Hbf
Vorsicht Gift!
Vorsicht, Gift! Vorsicht, Gift!
Vorsicht vor dem süßen Gift des Vergessens.
Vorsicht, Gift! Vorsicht, Gift!
viele, viele merken’s nicht und essen’s.
„Tschernobyl, war das nicht der Atommeiler weit im Osten,
wo Chaos herrschte, Beton bröckelt, alte Schrauben rosten.
Doch, so was gab und gibt es nicht bei uns allhier im Westen.
Bei uns ist alles gut in Schuss und funktioniert zum Besten.“
Refrain
Dem Tschernobyler Super-GAU folgte dann langfristig,
ein gewisser Super-GAU im Rahmen der Statistik:
So hat man viele Zivilisten und Liquidatoren
mit ihrem Leid ganz einfach aus dem Blick verloren.
Refrain
Tschernobyl ist nicht nur vor vielen Jahren mal gewesen,
am Geigerzähler kann dies jeder Pilzesammler lesen.
Auch bei wilden Tieren ist die Strahlung noch zu messen,
wer will denn da mit Appetit von Wild und Pilzen essen?
Refrain
Nach dem Ausstieg aus dem Ausstieg wird neuerdings
gerufen,
von denen, die schon manches Milliardengrab schufen.
Und die Leute, die sich wehren gegen die Atomenergie,
bezichtigt man ganz einfach der Ideologie .
Refrain
Die damals die Gefährlichkeit verneinten und vertuschten,
bis heute immer wieder vor der Atom-Lobby kuschten,
die nachweislich in ihrem Tun und Reden fehlen,
die sollte man doch bitte, nicht immer wieder wählen.
Vorsicht, Gift! Vorsicht, Gift!
Vorsicht vor dem süßen Gift des Vergessens.
Vorsicht, Gift! Vorsicht, Gift!
viele, viele merken’s nicht und essen’s.
Ja, das Gift, ja das Gift,
das Vergessensgift schleicht auf leisen Sohlen,
es bewirkt, es bewirkt,
dass sich schlimme Dinge wiederholen.
Vorsicht, Gift!