EnBW – ein Konzern, der keine Beachtung mehr findet

Protest vor der EnBE Zentrale in KA 2022

Zur Hauptversammlung der EnBW am 07.05.26:

Wir, die kritischen Aktionäre, fragten uns, warum über den Verlauf der Hauptversammlung der EnBW am 7. Mai 2026 in den BNN nicht berichtet wurde.
Lediglich die ´Erfolgstory´ des Vorstandes und dessen Einkünfte wurden angesprochen.

Wir kommentieren hier nicht die auf unsere Fragen gegebenen Antworten, obwohl diese oft erläutert werden müssen (z. B.: in Obrigheim wurden nach vielen Jahren plötzlich noch radioaktive Substanzen im Beton gefunden;
– in Louisiana gibt es heftigen Widerstand gegen die LNG-Förderung;
– die Einstellung des Windprojekts in Schottland war mit 1.200 Millionen der größte Verlust der EnBW in ihrer Geschichte;
– das Gaskraftwerk RDK 9 ist – wie früher die Atomkraftwerke – ohne staatliche Hilfe nicht rentabel …).

Hier die Frage zum Rückbau der Atomkraftwerke und in kursiv die Antwort:
Gab es beim Rückbau der Atomkraftwerke Philippsburg, Neckarwestheim, Obrigheim
unerwartete Rückbauprobleme? Falls ja, welche? Wieviel Zeit und Geld haben diese ´Probleme´ 2025 gekostet?

202,4 Millionen €
Wesentlich sind hier zwei Punkte: Man ist erst im Jahr 2025 beim Rückbau des Kernkraftwerks Obrigheim zur Kenntnis gekommen, dass man zusätzliche Betonstrukturen abbauen muss, um die Entlastung der Anlage aus der atomrechtlichen Überwachung zu erreichen. Mit der Entlastung rechnet die EnBW nunmehr Anfang der 30 Jahre. (Dies hatte sie im April 2025 auch öffentlich kommuniziert.)
Am Standort Philippsburg kam es in den zurückliegenden Jahren bekanntlich
aufgrund einer fehlenden konventionellen Deponie im Landkreis Karlsruhe zu Verzögerungen beim Rückbau. Anfang 2025 wurde hierfür gemeinsam mit anderen Landkreisen eine Lösung gefunden, sodass im vergangenen Jahr erste Anlieferungen stattfinden konnten. Dies hat auch dazu geführt, dass sich die Verzögerung bei den Rückbautätigkeiten schrittweise auflösen.
Diese Sachverhalte wurden im Rahmen der jährlichen Aktualisierung der Kernenergie-
Rückstellungen mitberücksichtigt. Im Geschäftsbericht 2025 wurden insgesamt Zuführungen von 202,4 Millionen € ausgewiesen.

Beitragsbild von 2022 bei einem Protest vor der EnBW Zentrale in Karlsruhe