Wahlprüfsteine für die Gemeinderatswahl 2019 – Vorschlag des Karlsruher Bündnis‘ gegen neue Atomreaktoren

02.03.2019
Karlsruher Umweltverbände erstellen Wahlprüfsteine für die anstehende Gemeinderatswahl. Nachfolgend unsere Vorschläge:

  1. Werden Sie sich dafür einsetzen, dass Karlsruhe als Partnerstadt der ‚Mayors for Peace‘ den ICAN-Städteappell¹ schnellstmöglich unterzeichnet?
  2. Werden Sie sich dafür einsetzen, dass die sogenannte Sicherheitsforschung für die 4. Generation von Atomreaktoren in den Instituten des KIT schnellstmöglich beendet wird?

¹ vgl. https://www.icanw.de/ican-staedteappell/
ICAN ruft international Städte dazu auf, den Vertrag zum Verbot von Atomwaffen zu unterstützen. Große Städte in Nordamerika, Europa und Australien haben den Appell schon unterzeichnet, der wie folgt lautet:

“Unsere Stadt/unsere Gemeinde ist zutiefst besorgt über die immense Bedrohung, die Atomwaffen für Städte und Gemeinden auf der ganzen Welt darstellen. Wir sind fest überzeugt, dass unsere Einwohner und Einwohnerinnen das Recht auf ein Leben frei von dieser Bedrohung haben. Jeder Einsatz von Atomwaffen, ob vorsätzlich oder versehentlich, würde katastrophale, weitreichende und lang anhaltende Folgen für Mensch und Umwelt nach sich ziehen. Daher begrüßen wir den von den Vereinten Nationen verabschiedeten Vertrag zum Verbot von Atomwaffen 2017 und fordern die Bundesregierung auf, ihm beizutreten.“
Los Angeles, Manchester, Sydney und Mainz haben sich bereits dem ICAN-Städteappell angeschlossen.

NeuartigeThoriumatom-Reaktoren und deren Risiken

Deutschland ist aus der Atomwirtschaft ausgestiegen,
die Atomreaktoren der 2. Generation werden stillgelegt und rückgebaut.

Reaktoren der 3. Generation werden unter wachsenden Schwierigkeiten in Frankreich und Finnland zurzeit gebaut und in Großbritannien geplant.
Die sich im Entwicklungsstadium befindenden Atomreaktoren der 4. Generation Flüssigsalzreaktoren wie der Molten Salt Reactor, MSR, und dessen Weiterentwicklung, der Molten Salt Fast Reactor, MSFR, arbeiten bei hohen Temperaturen von 500 bis 800° Celsius mit Thorium als Brutmaterial.

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Brennelemente-Fabrik in Lingen sofortige Stilllegung

BBU-Pressemitteilung, Bonn, Hannover, Lingen, 07.12.2018

Nach Brand in der Brennelementfabrik:
Schutz der Bevölkerung muss oberste Priorität haben.
Über 350 Organisationen fordern sofortige Stilllegung

Nach dem Brand in der Brennelementefabrik in Lingen (Donnerstag Abend, 6.12.2018) fordert der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) mit großem Nachdruck die sofortige Stilllegung der schon lange umstrittenen emsländischen Atomfabrik. Erst gestern hatte der BBU nach den jüngsten Pannen in der Anlage deren Stilllegung gefordert. Kurz danach brach das Feuer aus. “Die Landesregierung in Hannover darf jetzt nicht wieder mit Beschwichtigungen reagieren. Der Schutz der Bevölkerung muss oberste Priorität haben“, fordert BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz in einer ersten Stellungnahme nach dem Brand.

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Erörterungstermin zu GNK 2

Eingangsstatement von Harry Block
bezüglich der Erteilung der Stilllegungs- und Abbaugenehmigung (SAG) für das Kernkraftwerk Neckarwestheim 2 nach § 7 Absatz 3 des Atomgesetzes, am 27.11.2018


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitbetroffene, 
andere kritische Menschen und ich haben ein Buch über die Strategische Einbindung von Initiativen bei Erörterungen wie dieser und Mediationen geschrieben.
Diese Mitmachfalle hat nun Dr. Dieter Kostka in seiner Expertise zur Öffentlichkeitsbeteiligung bei der Standortsuche für ein langfristiges Atommüll-Lager nochmals aufgearbeitet.
Ich werde im Folgenden seine und meine Anmerkungen zu diesem Verfahren vortragen, deren Einschätzung man dann im Ergebnis überprüfen kann.

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Strahlende Zukunft in der Fächerstadt:

Neue Technologien für eine Atomkraft ohne Risiko?

Nur: 
Strahlende Augen bekommen wir bei dieser Technologie, die aus den 50er und 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts stammt, nicht, auch wenn sie die „inhärent“ sichere Lösung für unsere Klimaprobleme verspricht.
Denn: 
Thoriumreaktoren können einerseits Strom erzeugen und sind doch so gefährlich wie die Hiroshima-Bombe. 

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Karlsruhe‘s Alliance against the New Generation of Nuclear Power Plants

Concise overview:
The topic of nuclear energy seems to be done to most people in Germany, even to those interested in politics. Everyone feels assured since taking the power plants off the grid in 2022 has been stipulated.
So everything is just fine? Unfortunately no!

German research facilities participate in research on new types of nuclear power plants. In addition, nuclear fuel elements are still being produced in Germany. Those elements are used in power plants close to the German border [1]. The French nuclear corporate group AREVA (now called Framatom and Orano) has an in-service training facility on the campus of Karlsruher Institut für Technologie Nord (KIT), which was formerly known as a dedicated nuclear research facility called Kernforschungszentrums Karlsruhe [2].
Research on new nuclear power plants has been accumulated in Karlsruhe. Research institutes such as KIT [3], and especially the Joint Research Center (JRC-Dir G) of the European Union [4] are working on 4th generation nuclear power plants [5].

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Karlsruher Bündnis gegen neue Generationen von Atomreaktoren

Kurzüberblick:

Das Thema ‚Atomenergie in Deutschland‘ ist für viele, auch politisch durchaus Interessierte, eigentlich erledigt – die Abschaltung aller Reaktoren bis 2022 ist ja beschlossene Sache.
Also alles in trockenen Tüchern? Leider nein!

Deutsche Forschungsinstitute beteiligen sich weiterhin an der Forschung zu neuen Typen von Atomkraftwerken. Darüber hinaus werden nach wie vor in Deutschland Kernbrennelemente hergestellt und damit AKWs (auch dicht an der Grenze zu Deutschland) am Laufen gehalten [1].
Der französische Atomkonzern AREVA – jetzt umbenannt in Framatom und Orano – betreibt seit vielen Jahren für seine Mitarbeiter eine Fortbildungseinrichtung (nun umbenannt in Framatom Professional School, FPS) auf dem Gelände des ehemaligen Kerforschungszentrums Karlsruhe, heute Campus Nord des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) [2].

Die Forschung zu neuen Atomreaktoren ist in Karlsruhe konzentriert – eine Reihe von Instituten am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) [3] sowie insbesondere das Joint Research Center (JRC) der Europäischen Union [4] arbeiten zum Thema ‚Atomreaktoren der 4. Generation‘ [5].

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Thorium – Nuclear power without risk?

The Thorium Energy World Conference 29-31 October 2018, Brussels, Royal Belgian Institute of Natural Sciences wants to make the world happy with new nuclear reactors.

But: Thorium reactors can on the one hand generate electricity and yet they are as dangerous as the Hiroshima bomb. We are clearly opposed to this and do not want that further new nuclear reactor systems will be developed in the EU!
In the film „The far side of Nuclear“ announced in the program of the Thorium Conference 2018 in Brussels is the English version of the German public television and on arte several times shown film „Thorium – nuclear power without risk“. The film discusses, according to its own statement, „why nuclear power from thorium in 1945 was a technological stillbirth and why it was suddenly but the fuel of the future“. Only the risks of this technology are not mentioned in the film, even though the German title promises this. This highly controversial, partisan advertising film was made on behalf of the NDR with the support of arte 2016.

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No risk, no fun – die Renaissance der Atomkraft weltweit

Unter diesem Motto fand auf dem Münchner Marienplatz am Sonntag, dem 21. Oktober ein Gute-Laune-Fest mit viel Tanz und Musik statt.

Veranstalter ist eine selbstbewusste, finanzkräftige Gruppe „Nuclear Pride“, die es sich kampagnenmäßig zum Ziel gesetzt hat, unser Klima mit dem massiven Einsatz neuer Atomreaktoren in Europa zu retten.
Mentor dieser Gruppe ist Michael (Mike) Schellenberger [1], ein bekannter US- Pro AKW-Aktivist, der u.a. die Weitergabe von Atomwaffen an schwache Staaten zur Friedenssicherung fordert [2]. Da kommt ihm die neue Reaktor-Generation mit integrierter Wiederaufarbeitung zu pass mit der es gelintg, ohne großen Aufwand, an direkt waffenfähiges Material zu kommen.
Die gesamte Veranstaltung ist „Greenwashing pur“, die Risiken der neuen Atomreaktoren werden einfach verschwiegen, und die Position zur Weitergabe von Kernwaffen ist zu abstrus, um darauf stolz sein zu können!

[1] https://en.wikipedia.org/wiki/Michael_Shellenberger
[2] https://www.forbes.com/sites/michaelshellenberger/2018/08/06/who-are-we-to-deny-weak-nations-
the-nuclear-weapons-they-need-for-self-defense/#8931d94522fb
[3] http://www.bund-rvso.de/thorium-reaktor-fluessigsalz-klein.html

Pressemitteilungen des Bündnisses gegen neue Atomreaktoren

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Strahlende Zukunft in der Fächerstadt:

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Leser*innenbrief an die BNN Zu „Forschung an neuartigen Atomreaktoren?“

Leserbrief zum BNN Artikel: Forschung an neuartigen Atomreaktoren vom 18.11.2017 Aus der Region Dieser Leser*innenbrief wurde von unserem Bündnismitglied Wolfgang ...
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Gründung des „Karlsruher Bündnisses gegen neue Generationen von Atomreaktoren“

Presseerklärung des Bündnisses vom 9. Oktober 2017 Deutschland hat den Atomausstieg bis 2022 beschlossen. Seit April 2017 ist das Joint ...
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