Leserbrief von Wolfgang Oberacker

Karlsruhe, 03.07.2019

zu: BNN, Ausgabe Karlsruhe, „Globaler Natur“, 28. Juni 2019

Die Atomkraft ist tot. Eine Wahrheit – zumindest in Deutschland – die von Menschen wie dem Leserbriefschreiber Herrn Göller nicht gern gehört wird.Er hofft darauf, dass es doch noch Staaten gibt die weiter an dieser antiquierten Technik festhalten wollen – durch Wiederbelebungsversuche mit Hilfe der Forschung an neuen Atomreaktoren der 4. Generation. Auch das Klima will er retten mit tausenden neuen Meilern quer über den Planeten verteilt. Die sollen dann auch in Dritte Welt Ländern, Schwellenländern, labilen- und Terrorstaaten betrieben werden um seinen Traum von allgegenwärtiger Radioaktivität Realität werden zu lassen.Die Hoffnung an die grenzenlose Macht von Technik und Wissenschaft sowie Forschung „auf Teufel komm raus“, hat trotz unsagbarer Katastrophen mit Atommeilern, der Verseuchung der Welt mit radioaktiven Abfällen und täglichem produzieren von neuem Atommüll seinen Glauben an den Forschergeist nicht trüben können.Nur gut, dass Schüler, Jugendliche, Studenten, Eltern und kritische Wissenschaftler die Freitags weltweit auf die Straße gehen auch hier einen anderen Weg einschlagen wollen – denn Horrorszenarien wie in Tschernobyl, Fukushima, Asse und die vielen anderen Verseuchungen, mit vom Menschen gemachter Radioaktivität, gab es bisher leider genug und wird gerade für die kommenden Generationen noch zum Damokles Schwert.Ich denke, es ist an der Zeit den Genius der Forscher lieber gezielt in regenerative Energieprojekte fließen zu lassen – für die Sicherheit und Überlebensfähigkeit der Menschen, des Klimas und der Welt wie wir sie dringend brauchen – nicht für die der Reaktoren. Frei nach dem Motto: Weg mit Kohle und Atom – erneuerbar ist unser Strom.

Thorium-Bündnis zum Flaggentag Mayors for Peace am 8. Juli

Pressemitteilung 06.07.19

Von Freitag, 5. Juli bis Dienstag, 9. Juli weht vor dem Ständehaus die Mayors for Peace-Flagge. Karlsruhe ist seit 2015 Teil des weltweiten Städtebündnises „Mayors for Peace/Bürgermeister für den Frieden“, das ein ausnahmsloses Verbot von Atomwaffen fordert.

Dazu eine Stellungnahme des „Karlsruher Bündnises gegen neue Generationen von Atomreaktoren“:

Das „Karlsruher Bündnis gegen neue Generationen von Atomreaktoren“ begrüßt, dass OB Frank Mentrup und die Stadt Karlsruhe bereits 2015 dem Städtenetzwerk „Bürgermeister für den Frieden“ beigetreten sind, das ein weltweites Verbot von Atomwaffen fordert. Konsequenterweise sollte OB Mentrup dann auch seine Haltung gegenüber den Forschungsvorhaben des Joint Research Centre (JRC) revidieren. Wir fordern ihn auf, sich dafür einzusetzen, dass die Forschung am Brennstoffkreislauf neuartiger Reaktoren, die die Weiterverbreitung von Atomwaffen ermöglichen, in Karlsruhe verboten wird.

Hintergrundinformationen entnehmen Sie bitte dem Kurzvortrag von Dr. Dirk Harmsen, Mitglied im „Karlsruher Bündnis gegen neue Generationen von Atomreaktoren“: „Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem UN-Atomwaffenverbotsvertrag (TPNW) und der Entwicklung neuartiger Flüssigsalz-Kernreaktoren mit Thorium als Brutstoff?“ auf dieser Homepagel

Trauerspiel mit dem Pannenmeiler

Leserinnenbrief von Brigitte Schilli, veröffentlicht am 27.06.19 in der BNN

Zu „Alterungsrisse sorgten für Abschaltung von Block 2“ vom 18. Juni:

Geld regiert die Welt, und gleichermaßen sinkt anscheinend die Verantwortung der EnBW und der Genehmigungsbehörden des Landes Baden-Württemberg für die Bevölkerung. Statt zu agieren und die überalterten Pannenmeiler Philippsburg 2 und Neckarwestheim abgeschaltet zu lassen wird auf Materialermüdungspannen nur mit schnellst möglichen Reparaturen und Beschwichtigungen reagiert. Hauptsache, der Euro rollt wieder.

Ein Trauerspiel, denn eigentlich hätte der Pannenmeiler ironischerweise schon am 26. April, dem Jahrestag der Tschernobylkatastrophe, vom Netz genommen werden sollen, gäbe es da nicht die gesetzliche Trickserei mit den
Übertragungen der Reststrommengen von Block 1 zu Block 2.

Also reitet die EnBW das halb tote Pferd weiter bis zum 31. Dezember dieses Jahres, hofft vielleicht noch auf einige bis dahin laut werdende Stimmen aus der Politik, die Laufzeiten weiter zu verlängern, um weiter die Netze mit dem Atomstrom zu verstopfen und den Atommüllberg weiterhin anwachsen zu lassen.
Wie hoch die Bereitschaft ist, noch Geld für die Sicherheit der alten Meiler zu investieren, bleibt mir als offene Frage an die Betreiber und Politik.

Es wäre doch ein positives Zeichen im Sinne des propagierten Umbaus der EnBW hin zu erneuerbaren Energien gewesen, die überalterten A-Meiler abgeschaltet zu lassen, bevor sie uns allen noch um die Ohren fliegen.

Nur die halbe Wahrheit – Entwicklung von neuen Brennstoffen

Leserbrief von Harry Block, veröffentlicht am 24.06.19 in der BNN

Zu „Symbol für ein funktionierendes Europa“ vom 21. Mai:

Unter dem Mäntelchen der Sicherheit baut man ein Gebäude, verharmlosend als ‚Laborflügel M‘ bezeichnet, für 64 Millionen Euro in unseren Hardtwald. Was schützen die 4 700 Tonnen Stahl und 24 000 Kubikmeter Beton? Bei der Mediation über diesen Neubau im Jahre 2011 wurde deutlich, dass das Institut für Transurane (ITU) – heute Joint Research Centre (JRC) – bereits seit den 1960er Jahren eine unbefristete Umgangs- und Lagergenehmigung für 180 Kilo Plutonium besaß, die in der Neugenehmigung durch den grünen Umweltminister nur insoweit modifiziert wurde, dass man diese neue Genehmigung nur bis zu 80 Kilo ausnutzen will.

Die Genehmigung für das Gebäude M enthält aber unter anderen aber auch eine atomrechtliche Umgangsgenehmigung (man kann also immer herausnehmen und neu hinzufügen) für 50 Kilo Uran 235 (dieses war der Zündstoff der Atombombe auf Hiroshima) und 300 Kilo schwach angereichertes Uran, 30 Kilo Neptunium sowie 450 Kilo Thorium und so weiter.

Das sind riesige Mengen für ein Forschungslabor, und es stellt sich die Frage:
Was machen die damit?

Für reine Sicherheitsforschung, Ausbildung von Zoll und Inspektoren der IAEO sowie für medizinische Forschung würden wenige Gramm dieser radioaktiven Stoffe reichen. Wer wie ich am Tag der offenen Tür des JRC durch dieses Gebäude M geführt wurde und die riesigen Dimensionen der „Labore“ und Sicherheitseinrichtungen in Augenschein nehmen konnte, der spürt, dass hier weiter hocheffiziente neue Atomforschung im Auftrag der atomfreundlichen europäischen Gemeinschaft gemacht werden wird.
In den noch einzubauenden „Heißen Zellen“, die das Hantieren mit diesen hochstrahlenden Stoffen ermöglichen, werden neue „Brennstäble“ gebaut und nach der Bestrahlung in einem Atomkraftwerk zurückgebracht und weiter für neue Reaktortypen „optimiert“.

Mit „Sicherheit“ kann heute anscheinend alles legitimiert werden, egal wie absurd die Dinge auch sein mögen.

Sicherheit erscheint „alternativlos“, denn niemand kann für „Unsicherheit“ sein, schon gar nicht bei einer Hochrisikotechnologie wie Atomkraft. Der Vertreter des Landes lehnt Anwendungsforschung für neue Atomreaktoren in dem Neubau ab. Das sind leere Worte. Würde man hier nur anwendungslose Forschung betreiben, so wäre das bestenfalls das Herumdoktern an einigen physikalischen Ungeklärtheiten in Sachen der radioaktiven Elemente.
Es wird unter dem Begriff „Sicherheitsforschung“ Brennstoffforschung betrieben. Das Institut stellt neuartige „Brennstäble“ her, die zur Entwicklung fortgeschrittener Reaktoren der vierten Generation benötigt werden. In der Genehmigung steht zwar,
dass Forschungen im Zusammenhang mit Reaktorsystemen der sogenannten vierten Generation ausgeschlossen seien. Das ist nur die halbe Wahrheit. Man forscht hier nicht an einem neuen Reaktortyp, das machen andere. Man entwickelt
Brennstoffe für die vierte Generation, was aber deren Voraussetzung für neue Reaktoren ist. Und „das können weltweit nur wir“. So die mehrfach öffentlich geäußerte Aussage von Thomas Fanghänel, damals Chef vom ITU und heute in Brüssel beim JRC (gemeinsame Forschungsstelle der EU) Berater für die vierte Generation von Atomreaktoren.

Der Bevölkerung der Region Karlsruhe darf man weder die radioaktiven Emissionen des Instituts (auch die besten Filter lassen Stoffe wie hoch radioaktives, giftiges Plutonium in winzigen Mengen durch) noch die ständigen Transporte mit radioaktivem Material zumuten.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem UN-Atomwaffen- verbotsvertrag (TPNW) und der Entwicklung neuartiger Flüssigsalz-Kernreaktoren mit Thorium als Brutstoff?

Vortrag auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT) in Dortmund, am 21.06.2019

von Dr. Dirk-M. Harmsen

Der UN-Atomwaffenverbotsvertrag (TPNW Treaty on the Prohibition of Nuclear Weapons) wurde am 7. Juli 2017 in New York von 122 Nationen verabschiedet. Seit dem 20. September 2017 kann er von den 196 Regierungen der UN-Mitgliedsstaaten unterzeichnet werden. Wenn 50 Staaten den Vertrag nicht nur unterzeichnet, sondern ihn auch ratifiziert haben, tritt er in Kraft. Bis heute haben 70 Staaten den Vertrag unterzeichnet, 23 Staaten haben den Vertrag ratifiziert. In vielen Staaten, die den Vertrag unterzeichnet haben, läuft der Prozess der Ratifizierung. Die Internationale Kampagne für das Verbot von Kernwaffen (ICAN), die im Herbst 2017 für ihre vorbereitende Arbeit den Friedensnobelpreis erhielt, ist zuversichtlich, dass der UN Atomwaffenverbotsvertrag (TPNW) innerhalb der nächsten zwei Jahre in Kraft tritt.

Dieser Vertrag ergänzt den Nichtverbreitungsvertrag von Kernwaffen (NPT Non-Proliferation Treaty), der 1970 in Kraft trat, und mit dem sich die Nuklearmächte verpflichtet hatten, ihren Bestand an Kernwaffen vollständig zu vernichten. Nichts dergleichen ist jedoch bis heute geschehen. Im Gegenteil, alle Staaten, die Kernwaffen besitzen, sind dabei, ihre Bestände mit technisch verbesserter Waffentechnologie zu verbessern und zu erweitern.

In den 1950er Jahren bemühte sich die Bundesrepublik Deutschland, wieder eine Armee zu besitzen. Sie wurde in die NATO (North Atlantic Treaty Organisation) aufgenommen und versuchte, Zugriff auf Nuklearwaffen zu erhalten. Ihr wurde schließlich ein Mitspracherecht bei der nuklearen Einsatzplanung der NATO gewährt, die sogenannte ‚Nukleare Teilhabe‘. Sie besteht seitdem darin, dass im Fliegerhorst Büchel / Eifel, in der Nähe von Cochem an der Mosel, ein Geschwader von Tornado-Jagdbombern permanent übt, US-amerikanische Atombomben, die dort in Silos lagern und von US-Soldaten bewacht und unter Verschluss gehalten werden, im Kriegsfall unter den gegnerischen Radarschirmen hindurch zu fliegen und die Bomben im Zielgebiet abzuwerfen. Gegen diese nukleare Teilhabe und gegen die Lagerung von US-Atomwaffen auf deutschem Hoheitsgebiet protestieren viele Gruppen der deutschen Friedensbewegung Jahr für Jahr. Der zweite Ökumenische Aktionstag vor dem Haupt-Zugangstor zum Fliegerhorst Büchel findet am 7. Juli 2019 statt. Sie sind herzlich zur Teilnahme eingeladen. Ein entsprechender Flyer mit allen notwendigen Informationen liegt hier aus.

Zur Überwachung der Einhaltung des Kernwaffen-Nichtverbreitungsvertrages ist die Internationale Atomenergieorganisation (IAEO) weltweit verantwortlich. Sie wurde nicht nur dafür gegründet, sondern auch für die zivile Förderung der Kernenergie, zum Beispiel für die Entwicklung von Atomkraftwerken zur Bereitstellung von elektrischer Energie.

Es darf nicht vergessen werden, dass die zivile Nutzung von Atomenergie in allen Nationen, die hierzu befähigt wurden, immer mit dem Hintergedanken verbunden war, Kenntnisse zur Herstellung von Atombomben zu sammeln. Das gilt im Rückblick für alle Staaten, die heute Kernwaffen besitzen, und auch für die Bundesrepublik Deutschland, die im vergangenen Jahrhundert dem frisch gegründeten Staat Israel nicht nur finanziell die Entwicklung von Atombomben ermöglicht hat.

Welchen Zusammenhang gibt es denn nun zwischen dem UN Atomwaffenverbotsvertrag und der Entwicklung neuartiger Flüssigsalz-Kernreaktoren mit Thorium als Brutstoff?

Die gegenwärtig weltweit betriebenen rund 440 – 450 Atomkraftwerke1 gehören zu der sogenannten 2. Generation von Kernreaktoren. Die 3. Generation ist in Europa gegenwärtig in Finnland und in Frankreich im Bau, so genannte Dauerbaustellen. An der 4. Generation wird mit Unterstützung der IAEO weltweit geforscht und entwickelt.

Die Entwicklungsarbeiten an Thorium Flüssigsalz-Atomreaktoren2 sind unter dem Gesichtspunkt der Weiterverbreitung von Atomwaffen (Proliferation) höchst gefährlich. Die Konstruktion von Flüssigsalz-Atomreaktoren, in denen auf wenige Prozente angereichertes Uran-235 oder ein Gemisch aus Uran-235 und Plutonium-239 als Brennstoffquelle dient, erfordert und ermöglicht eine Online-Wiederaufarbeitung der beim Betrieb entstehenden Spaltprodukte. Wird Thorium-232 dem Hochtemperatur-Flüssigsalz-Brennstoff (600-800°C) beigegeben, so wird durch Neutroneneinfang das Isotop Thorium-233 erzeugt, das mit einer Halbwertszeit von 22,3 Minuten in der Flüssigsalzlösung in Protactinium Pa-233 umgewandelt wird. Protactinium Pa-233 kann im Rahmen der Online-Wiederaufarbeitung der Spaltprodukte chemisch in hochkonzentrierter Form abgetrennt werden. Es zerfällt mit einer Halbwertszeit von knapp 27 Tagen in spaltfähiges Uran-233. Der Bau einfacher Atombomben, wie eine am Ende des 2. Weltkriegs in Hiroshima/Japan zum Einsatz kam, ist den zukünftigen Betreibern solcher Atomreaktoren möglich. Diese Gefahr wird in nahezu allen Medien totgeschwiegen. Die Entwicklung solcher Reaktoren sollte deshalb weltweit verboten werden.

Thorium Flüssigsalz-Atomreaktoren mit Online-Wiederaufarbeitung der Spaltprodukte können vermutlich in so kleinen Ausmaßen konstruiert werden, dass sie mobil auf Schiffen, in Eisenbahn-Waggons und auf LKW-Schwertransportern zum Einsatz gebracht werden können. Daher das große Interesse von Militärs für diese Reaktorlinie. Es gibt Planungen, diese Kleinen Modularen Reaktoren (SMR) in (kleinen) Serien zu produzieren. Die Überwachung dieser dann weltweit verkauften Reaktoren durch die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) erfordert erhöhten Aufwand für die Proliferationskontrolle.

1 Der Anteil der Atomenergie an der weltweiten Stromerzeugung liegt nahezu unverändert bei 10,5%. In 31 Ländern werden insgesamt 403 Atomkraftwerksblöcke betrieben.
70 Prozent des gesamten Atomstroms weltweit wird in nur fünf Ländern produziert: USA, Frankreich, China, Russland und Südkorea.
Seit Fukushima ist der Neubau von Atomkraftwerken weltweit rückläufig. Wurde im Jahr 2010 offiziell noch die Errichtung von 15 Anlagen begonnen, so waren es 2013 nur noch 10 und 2016 nur 3. Selbst in China, wo im vergangenen Jahrzehnt die meisten Neubaustellen zu verzeichnen waren, ist der AKW-Neubau deutlich zurückgegangen: 2010 wurden in China noch 10 Atomkraftwerksbauten begonnen. 2015 waren es 6 und im vergangenen Jahr sogar nur noch 2. … Bei den beiden Neubauprojekten Westeuropas, Olkiluoto-3 in Finnland und Flammanville-3 in Frankreich handelt es sich um Dauerbaustellen. Vgl. https://www.ippnw.de/atomenergie/energiewende/artikel/de/aktuelle-entwicklungen-der-atomindus.html

2 Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) fördert die Entwicklung dieser Kernreaktoren, obwohl sie gleichzeitig von der UNO beauftragt ist, die Weiterverbreitung von Kernwaffen zu überwachen.

Sicherheit des Atomkraftwerks Philippsburg 2 (KKP 2) ist nicht mehr gegeben: Es muss sofort abgeschaltet werden!

Pressemitteilung der AAI KA, 28.05.19

Am 24. Mai 2019 meldeten EnBW und baden-württembergisches Umweltministerium – sehr verzögert – wieder einen Ausfall eines Notstromdiesels des Blocks 2 in Philippsburg. Obwohl man noch prüfen will, ob eventuell ein Problem im System vorliegt, lässt man das AKW weiterlaufen! Das grenzt an grobe Fahrlässigkeit.

Am Standort Philippsburg wird derzeit ein Atomkraftwerk ab gerissen. Ein Zwischenlager für mittelaktiven Atommüll und ein Atommüllbehandlungszentrum sind im Bau. Neben dem Lager für hochradioaktiven Atommüll laufen die vorbereitenden Baumaßnahmen für den Riesenkonverter. Die Mitarbeiter sind verunsichert, weil sie nicht genau wissen, wo sie im nächsten Jahre arbeiten werden und bei welchem Unternehmen, weil die Lager ja seit dem 1. Januar dem Bund gehören und Mitarbeiter dorthin wechseln müssen.
KKP 2 hat am 8. April 2019 seine zugewiesenen Strommengen verbraucht und läuft jetzt mit übertragener Strommenge von KKP 1.

Für uns stellt sich sehr drängend die Frage nach dem systemischen Fehler bei den Notstromdieseln, wenn man das aktuelle Problem mit anderen aus der Serie von Notstromdiesel-Störfällen des KKP 2 vergleicht, insbesondere mit dem Ausfall im April letzten Jahres.
Und vor allem ist u. E. das Problem der abgerissenen Bolzen von 2016 noch nicht genügend aufgearbeitet.

Beim Notstromdiesel-Ereignis im April 2018 schrieb das UM übrigens, dass das AKW 14 Tage lang mit einem fehlenden Diesel gefahren werden darf:
„Laut genehmigtem Betriebsreglement ist dieser Zustand für einen Zeitraum von 14 Tagen zulässig“.
Das halten wir nach wie vor für unakzeptabel, weil ohne funktionierende Notstromdiesel in kurzer Zeit ein Gau in einem Atomkraftwerk zu einem Supergau á la Tschernobyl werden würde.

Ereignis 17.5.19:
„… aufgrund von niedrigem Kühlwasserfüllstand. Am Abgasrohr wurde eine intensive weiße Abgasfahne festgestellt. Weiter sprach ein Brandmelder im Notstromdieselgebäude an. Es wurde Feueralarm ausgelöst. Die Werkfeuerwehr stellte Flammbildung im Bereich des Abgasturboladers fest, die sie mit einem Handfeuerlöscher erfolgreich bekämpfte. Bei der Befundaufnahme wurden insbesondere Risse im Gehäuse des Abgasturboladers festgestellt sowie Wassereintrag im Bereich der Zylinder.“ 

Ereignis laut Meldung vom 10.04.18:
„… kam es an einem Notstromdieselaggregat zu einem Abfall des Kühlwasserstands. Bei der zur Ursachenklärung eingeleiteten Untersuchung hat der Betreiber festgestellt, dass es in einem Turbolader eine Leckage gab, aufgrund der Kühlwasser durch die Abgasleitung in den Motor geflossen ist.“

Die Formulierungen sind zwar sehr unterschiedlich, aber wir sehen darin das gleiche Verschleißproblem in der Abgasleitung des Turboladers.
Zudem: Da diese Notstromdiesel ja sehr selten laufen, kann es eigentlich kein betrieblicher Verschleiß sein, sondern ein Material-, Konstruktions- oder Herstellungsfehler oder schlicht Alterung. Bis zum Beweis des Gegenteils sollte man davon ausgehen, dass die anderen Notstromdiesel das gleiche Problem haben. Für uns folgt daraus zwingend:

Angesichts der Pannenserie, die offensichtlich „ausgesessen“ wird, scheint sich die Befürchtung zu bestätigen, dass insbesondere gegen Ende der Laufzeit der AKWs die Fehlerhäufigkeit wächst, da sich anscheinend manche notwendige Wartungs-, Reparatur-, oder Sicherheitsupdates nicht mehr „lohnen“ bzw. zu viel Geld kosten würden. Daraus kann im Interesse der Sicherheit der Bevölkerung nur ein Schluss gezogen werden:

KKP 2 muss unverzüglich stillgelegt werden!

Zum Faktencheck:
Hier die gesammelten Links zu den Notstromdiesel-Meldungen des KKP 2 in den letzten 5 Jahren:

https://www.enbw.com/unternehmen/presse/meldepflichtige-ereignisse/presse-detailseite_209408.html
https://www.enbw.com/unternehmen/presse/meldepflichtige-ereignisse/presse-detailseite_185666.html
https://www.enbw.com/unternehmen/presse/meldepflichtige-ereignisse/presse-detailseite_183936.html
https://www.enbw.com/unternehmen/presse/meldepflichtige-ereignisse/presse-detailseite_173120.html
https://www.enbw.com/unternehmen/presse/meldepflichtige-ereignisse/presse-detailseite_132032.html
https://www.enbw.com/unternehmen/presse/meldepflichtige-ereignisse/presse-detailseite_113344.html

https://um.baden-wuerttemberg.de/de/umwelt-natur/kernenergie-und-strahlenschutz/aktuelle-informationen/meldepflichtige-ereignisse/uebersicht-meldepflichtigen-ereignisse/details/?tx_rsmbwmeldeereignisse_pi2[itemuid]=317

https://um.baden-wuerttemberg.de/de/umwelt-natur/kernenergie-und-strahlenschutz/aktuelle-informationen/meldepflichtige-ereignisse/uebersicht-meldepflichtigen-ereignisse/details/?tx_rsmbwmeldeereignisse_pi2[itemuid]=301

https://um.baden-wuerttemberg.de/de/umwelt-natur/kernenergie-und-strahlenschutz/aktuelle-informationen/meldepflichtige-ereignisse/uebersicht-meldepflichtigen-ereignisse/details/?tx_rsmbwmeldeereignisse_pi2[itemuid]=300

https://um.baden-wuerttemberg.de/de/umwelt-natur/kernenergie-und-strahlenschutz/aktuelle-informationen/meldepflichtige-ereignisse/uebersicht-meldepflichtigen-ereignisse/details/?tx_rsmbwmeldeereignisse_pi2[itemuid]=294

https://um.baden-wuerttemberg.de/de/umwelt-natur/kernenergie-und-strahlenschutz/aktuelle-informationen/meldepflichtige-ereignisse/uebersicht-meldepflichtigen-ereignisse/details/?tx_rsmbwmeldeereignisse_pi2[itemuid]=8

https://um.baden-wuerttemberg.de/de/umwelt-natur/kernenergie-und-strahlenschutz/aktuelle-informationen/meldepflichtige-ereignisse/uebersicht-meldepflichtigen-ereignisse/details/?tx_rsmbwmeldeereignisse_pi2[itemuid]=20

https://um.baden-wuerttemberg.de/de/umwelt-natur/kernenergie-und-strahlenschutz/aktuelle-informationen/meldepflichtige-ereignisse/uebersicht-meldepflichtigen-ereignisse/details/?tx_rsmbwmeldeereignisse_pi2[itemuid]=22

https://um.baden-wuerttemberg.de/de/umwelt-natur/kernenergie-und-strahlenschutz/aktuelle-informationen/meldepflichtige-ereignisse/uebersicht-meldepflichtigen-ereignisse/details/?tx_rsmbwmeldeereignisse_pi2[itemuid]=27

https://um.baden-wuerttemberg.de/de/umwelt-natur/kernenergie-und-strahlenschutz/aktuelle-informationen/meldepflichtige-ereignisse/uebersicht-meldepflichtigen-ereignisse/details/?tx_rsmbwmeldeereignisse_pi2[itemuid]=39

Gegenanträge zur EnBW Hauptversammlung 2019

Am Mi. 08.05.19 findet die jährliche Hauptversammlung der EnBW in Karlsruhe statt. Harry Block, Mitglied der Anti-Atom-Ini KA, wird bei der Hauptversammlung folgende Gegenanträge vortrage

Zu 2. Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2018

Der gesamte Vorstand wird nicht entlastet.

Der Zustand der EnBW ist am Vergütungsbericht abzulesen. Die Vorstände verdienten 2018 weniger, weil die auch im letzten Jahr – allein durch die Rückerstattung der Brennelementesteuer bedingten – schöngeredeten, phantasievollen Zukunftsaussichten der EnBW mit der Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden zu erwartenden Ertragsbildes in 2018 wenig zu tun hatte.

Der sich als lnfrastrukturdienstleister darstellende Konzern lebt vor allem als Netzraubritter am Rhein und Neckar. Die Kosten für Infrastruktur und Netz trägt allein der Energiekunde durch die ständig steigenden Stromkosten. Dazu schleppt die EnBW einen milliardenhohen Schuldenberg mit sich. Die auf Pump finanzierte Umsetzung der ´Energiewende´ in der EnBW hat diese einer neuen Finanzkrise nähergebracht. Denn trotz des anteiligen Verkaufs zukunftsträchtiger Offshore-Windparks an den in seinem Heimatland durch Ölschieferabbau in der Kritik stehenden umweltzerstörenden Fond Enbridge hat die EnBW eine erbärmliche Eigenkapitalquote. Die Rückzahlungen der angehäuften Verbindlichkeiten reichen über Jahrzehnte und sind mit Traumzinssätzen für die Gläubiger ausgestattet. Die Nettofinanzschulden haben sich im letzten Jahr um 28,2 % erhöht.

Jahresabschluss und Lagebericht verniedlichen – wie auch die Persilscheine der von der EnBW mitfinanzierten Ratingagenturen – kritiklos die Unternehmenszukunft mit dem neuen Leuchtturmprojekt Elektromobilität, die weder unsere Mobilitätsprobleme noch z.B. die lungengängigen Ultra-Feinstäube von Reifen und Bremsabrieb verhindern wird.

Vorwärts in die Vergangenheit mit Experten, die die Technologie „Power-to-Gas“ aus regenerativen Quellen nicht in ihren Blick nehmen. Und das bei einem Konzern, der nach Übernahme des Gasversorgers VNG zum größten Gaskonzern Deutschlands wurde. Mit dieser Technologie (Methanisierung von Off-Shore-Windstrom) wäre auch ein Umbau der Dreck- und Kohlendioxidemittenten = Kohlekraftwerke in Gaskraftwerke ohne Netzausbau möglich und klimafreundlich, wenn er aus Überschussstrom stammt. Die Milliarden-Investitionen für neue Stromleitungen und den 500 Millionen teuren Konverter für Braunkohlestrom wie in Philippsburg geben keinen Raum für andere Zukunftsperspektiven.
Die Kohlendioxid-reduzierte Energieerzeugung hat genauso abgenommen wie die von Strom aus regenerativer Energie; dafür Zunahme bei Braunkohle und Steinkohle. Menschenrechtsverletzungen beim Bezug der Kohle aus Kolumbien wurden durch den Bezug russischer Kohle aus einem ökologischen und sozialen Notstandsgebiet, Kusbass, ersetzt. Luft, Böden und Trinkwasser sind dort extrem durch Schadstoffe belastet, sodass dort schwarzer Schnee in diesem Jahr großflächig zu besichtigen war.

Dezentralität als Wachstumsfeld im Strom-, Gas- und Wärmemarkt und die Kernfrage der lückenlosen Versorgungssicherheit, auch durch Speichertechnologien über 24 Stunden am Tag, findet man nur in spurenweise.

Zu 3. Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2018

Wieder finden sich im Geschäftsbericht Allgemeinplätze „intensive Befassung und Diskussion mit dem Vorstand über die strategische Ausrichtung der EnBW AG“, ohne uns Aktionären zu begründen, warum er die Entscheidungen des Vorstandes in 2018 zweckmäßig und auch wirtschaftlich hält.

So unterstützt der Aufsichtsrat das Joint Venture mit dem türkischen Unternehmen Borusan. Damit unterstützt er das Regime des diktatorisch regierenden Erdoğan, der missliebige Journalisten einkerkert und Zehntausende mutmaßliche Gegner verfolgt.
Die gegenwärtige politische Lage rechtfertigt in keiner Weise eine nachhaltige, langfristige strategische Unternehmensinvestition der EnBW in der Türkei.

Er stimmt bei einem kreativ errechnetem Bilanzgewinn in Höhe von 279,1 Mio. €
(Vorjahr: 963,2 Mio. €) einer Dividende 0,65 € (Vorjahr: 0,50 €) zu, die nicht durch die Ergebniszahlen zu rechtfertigen ist, weil sich bei diesem Gewinn auch noch Verkäufe wie z.B. VNG Norge durchschlagen.

Der Corporate-Governance-Bericht ist weiterhin eine Nullerklärung, weil da nur erklärt wird, dass die EnBW die geltenden Gesetze einhält. Selbst das ist nicht voll erfüllt, weil der ordnungsgemäße Weiterbetrieb des Atomkraftwerkes Philippsburg 2 eingestellt werden müsste – da ohne einen an die Erfahrungen aus Fukushima geforderten neuen Katastrophenschutzplan, den es bis heute nicht gibt.

Solidaritäts-Erklärung mit Jochen Stay und ‚.ausgestrahlt‘

Auch die Anti-Atom-Initiative KA hat die Solidaritätserklärung mit Jochen Stay unterschrieben. Nachfolgend die Pressemitteilung:

28 Anti-Atom-Initiativen protestieren gegen die vom Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) am 3. April verbreiteten Lügen und Falschdarstellungen, die gegen ‚.ausgestrahlt‘ und in persönlich diffamierender Weise gegen deren Sprecher Jochen Stay gerichtet sind, und erklären sich mit ‚.ausgestrahlt‘ und mit Jochen Stay solidarisch.

In dem vom BfE am 3. April publizierten und von dessen Präsidenten Wolfram König zu verantwortenden Text wird Jochen Stay persönlich angegriffen und fälschlich behauptet, er habe sich „im Gegensatz zu anderen Umweltverbänden“ nicht an einer „gesamtgesellschaftlich zusammengesetzte Kommission“ beteiligt, die „von 2014 bis 2016 Empfehlungen für die Novellierung des Standortauswahlgesetzes“ ausarbeitete – gemeint ist die sogenannte Endlager-Kommission.

Wir erinnern daher an das, was sich vor wenigen Jahren tatsächlich zutrug:

Schon im Mai 2013 lehnten Greenpeace, der BUND und andere große Umwelt-Verbände die Einladung des damaligen „Umwelt“- und Atom-Ministers Peter Altmaier ab, zu einem „Bürgerdialog“ über einen angeblichen „Neustart der Endlagersuche“ nach Berlin zu kommen. Auch nahezu alle Bürgerinitiativen an Orten heutiger Zwischenlager sagten zu Altmaiers Einladung „Nein Danke“. Olaf Bandt, Bundesgeschäftsführer des BUND, erklärte: „Das ist die Perversion von Bürgerbeteiligung.“ Und Thomas Breuer, Leiter des Klima- und Energiebereichs von Greenpeace, kommentierte: „Ein ehrlicher Neuanfang für eine Endlagersuche erlaubt keine Vorfestlegungen.“

Im August 2013 bekräftigten die Umwelt-Organisationen Greenpeace, BUND und ‚Robin Wood‘ übereinstimmend ihre Ablehnung, an der „Kommission Lagerung hochradioaktiver Abfallstoffe“ teilzunehmen. Auch die Atommüll-Konferenz, ein bundesweites Treffen von Bürgerinitiativen von Atommüll-Standorten, unabhängigen WissenschaftlerInnen und in diesem Bereich arbeitenden Organisationen, die am 31.08.2013 in Kassel stattfand, endete mit dem Beschluß, daß „die beiden für die Umweltbewegung vorgesehenen Plätze in der Kommission nicht besetzt werden“ sollen. ‚.ausgestrahlt‘ hat sich damit an den Beschluß der Atommüllkonferenz vom 31.8.2013 gehalten.

Von insgesamt 33 Plätzen wurden zwei (in Zahl: 2) den Umwelt-Verbänden angeboten. Der Deutsche Naturschutzring (DNR) bekräftigte im Namen aller mit der Materie befaßten Umweltverbände und Initiativen im Dezember 2013, keine VertreterInnen in die Kommission zu entsenden. Gespräche zwischen Umweltbewegung und Politik im März 2014 blieben erfolglos. Selbst als der Bundestag am 10. April 2014 die Mitglieder der Kommission benannte, blieben die beiden Umwelt-Plätze leer.

Leider fiel der BUND im April 2014 um und entsandte Klaus Brunsmeier, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des BUND, in das Alibi-Gremium. Danach folgte der wenig bekannte Verband ‚Deutsche Umweltstiftung‘ dem Beispiel des BUND und bewarb sich um einen der beiden angebotenen Plätze in dem nun kurz als „Endlager-Kommission“ bezeichneten Gremium.

Im Mai 2014 wurde die personelle Zusammensetzung der „Endlager-Kommission“ bekannt und damit zugleich offenbar, wie einseitig die Auswahl der 33 Kommissionsmitglieder getroffen worden war: Viele der benannten Personen sind für ihre langjährige Pro-Atom-Haltung bekannt.

Auch etliche Argumente, mit denen das BfE die Aufklärungsarbeit von ‚.ausgestrahlt‘ in Hinblick auf die vermeintliche „Beteiligung der Öffentlichkeit“ bei einer „Endlagersuche“ zu kritisieren versucht, gehen an der Sache vorbei und sind schlicht falsch. In einer öffentlichen Stellungnahme geht ‚.ausgestrahlt‘ auf alle Punkte in der Darstellung des BfE vom 3. April nochmals ein.

Anti-Atom-Gruppe Freiburg (www.antiatomfreiburg.de)

AntiAtom-Euskirchen (www.antiatomeuskirchen.de)

Fukushima nie vergessen e.V. (www.fukushimanievergessen.wordpress.com)

CSFR | Comité pour la Sauvegarde de Fessenheim et de la plaine du Rhin

Stop Fessenheim (www.stop-fessenheim.org)

BI Aktion Z – AKW Esenshamm/Unterweser (www.aktion-z.de)

AG Schacht Konrad e.V. (www.ag-schacht-konrad.de)

WAAG | Wolfenbütteler AtomAustiegsGruppe (www.waagwf.wordpress.com)

BI Weisweil (www.badisch-elsaessische.net)

Mütter gegen Atomkraft e.V. (https://muettergegenatomkraft.de)

Kieler Initiative gegen Atomanlagen (http://bi-kiel.blogspot.com)

Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim (https://neckarwestheim.antiatom.net)

AKU Wiesbaden (www.aku-wiesbaden.info)

PLAGE | Plattform gegen Atomgefahren – Salzburg (www.plage.at)

AtomkraftEnde.Darmstadt (http://atomkraftendedarmstadt.blogsport.de)

Atomerbe Biblis e.V. (http://atomerbebiblis.ibk.me)

Langen gegen Atomkraft (www.franzscheidel.de/Anti-AKW/LGA/lga.html)

Aktion ‚Strom ohne Atom‘ – Stuttgart

BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (www.bi-luechow-dannenberg.de)

Anti-Atom-Initiative Karlsruhe (https://anti-atom-ka.de/anti-atom-initiative-karlsruhe)

BI AntiAtom Ludwigsburg (www.antiatom-ludwigsburg.de)

AK.W.Wende Bergstrasse

AG AtomErbe Neckarwestheim (www.atomerbe-neckarwestheim.de)

CDAK | Bundesverband Christliche Demokraten gegen Atomkraft

Anti-Atom-Netz Trier (www.antiatomnetz-trier.de)

Anti_Atom_Plenum Köln (www.antiatomkoeln.de)

BI Brokdorf akut (www.brokdorf-akut.de)

ByeByeBiblis – Energiewende in der Region e.V. (www.byebyebiblis-ev.org)

2019 soll der nächste Castor Transport von La Hague nach Philippsburg kommen

Angekündigt ist der nächste Castortransport von La Hague nach Philippsburg für 2019, wann genau er kommt wissen wir noch nicht.
Wir werden euch auf diesen Seiten auf dem laufenden halten.

Was wir derzeit wissen:

Stand März 2019 war, dass die Transportgenehmigung vom BfE noch nicht erteilt wurde. Allerdings hat der Transportbehälter der Bauart CASTORÒ HAW 28 M mittlerweile eine deutsche Zulassungsgenehmigung. Laut Umweltministerium Baden-Württemberg, soll der Transport nach heutiger Planung über die Schiene erfolgen. Für die Transport- und Behältergenehmigungen ist das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) zuständig.

Bei den anstehenden Castortransporten aus der Wiederaufarbeitungsanlage in La Hague handelt es sich um Atommüll der in Glas verpackt ist. Siehe auch … https://umweltfairaendern.de/2015/06/castor-transporte-atommuell-is-coming-home-sicherheitsnachruestungen-erforderlich/

Am 14.11.18 gab es in Philippsburg eine öffentliche Veranstaltung der BfE zum Castortransport von La Hague nach Philippsburg. Dort drückte der Philippsburger Bürgermeister Stefan Martus seine Verwunderung aus warum es auf einmal keiner „heißen Zellen“ mehr bedarf. Diese Frage blieb ungeklärt im Raum stehen.

Zum Thema Heiße Zelle siehe auch: http://www.hubertus-zdebel.de/atommuell-bundestagsabgeordneter-zdebel-fordert-nachruestung-heisser-zellen-an-den-castor-zwischenlagern/